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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:hbz:467-336
URL: http://dokumentix.ub.uni-siegen.de/opus/volltexte/2005/33/


Unterstützungsleistungen im Kommunikationsraum Internet : eine Fallstudie zu einer Selbsthilfegruppe

Barth, Stephan

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Selbsthilfegruppe , Internet , Inhaltsanalyse
Institut: (Ohne Institutsbezeichnung)
Fakultät: Fachbereich 2, Erziehungswissenschaft und Psychologie
DDC-Sachgruppe: Erziehung, Schul- und Bildungswesen
GHBS-Notation: IBEU = Selbsthilfe. Soziale Netzwerke. Ehrenamtliche Hilfe
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 24.07.2003
Erstellungsjahr: 2003
Publikationsdatum: 19.09.2005
Kurzfassung auf Deutsch: Die Dissertation beschäftigt sich mit der Frage der sozialen Unterstützung im
Kommunikationsraum Internet, untersucht anhand einer Selbsthilfe-Newsgroup. Fundiert
durch Konzepte sozialer Unterstützung, der Austauschtheorien und einer eingehenden
Bestandsaufnahme der kommunikativen Besonderheiten werden sämtliche 120 Threads und
1055 Artikel einer Newsgroup in einem definierten Untersuchungszeitraum in mehreren
methodischen Schritten rekonstruktiv erforscht. In einer ersten quantitativen Inhaltsanalyse
werden ausgewählte Aspekte der Newsgroup-Kommunikation deskribiert, darunter auch der
Aspekt der expliziten Hilfenachfrage- und –gewährung. In einem zweiten qualitativen
methodischen Schritt werden die dabei ermittelten Hilfebeiträge unter Zuhilfenahme einer
Typologie sozialer Unterstützung dekodiert und kategorisiert. Auf der Basis der Ergebnisse
dieser beiden Schritte wird die weitergehende These formuliert, dass sich jenseits der
expliziten Hilfe latente bzw. implizite Unterstützungsleistungen finden werden auch in den
Beiträgen, die zuvor nicht als Hilfepostings verkodet worden waren.
In einem abschließenden dritten Untersuchungsschritt werden drei Threadsequenzen mit
insgesamt 42 Beiträgen einer qualitativen explikativen Inhaltsanalyse unterzogen. Dabei
bestätigt sich die These. Die Selbsthilfe-Newsgroup unterstützt u.a. als Beratungs- und
Informationsstelle, als Identitätswerkstatt, als Beziehungsagentur oder auch als Bühne zur
Selbstinszenierung. Andererseits besteht aber auch die Gefahr, dass die Substitution
defizitärer realräumlicher Beziehungen zu einem Moratorium des Stigmas beiträgt, weil
Tendenzen erkennbar sind, sich mit der Teilnahme an einer Newsgroup mit Gleichbetroffenen
eher noch stärker gegen die Menschen im sozialen Nahraum abzugrenzen.
Kurzfassung auf Englisch: The dissertation deals with questions of social support in the communicational space of the
Internet in form of a case-study of a self-help-newsgroup. Based on concepts of social
support, exchange-theories and a detailed description of the specials of Computer-mediatedcommunication
all 120 threads and 1055 articles of a chosen newsgroup in a defined period
were researched in several methodical steps. In a first quantitative content-analysis chosen
aspects of newsgroup-communication were described, including the aspect of explicit request
for and giving of help. In a second qualitative methodical step the found help-articles were
decoded, considering a typology of social support. Based on these two steps a further thesis
was developed: There is – beyond the explicit help – implicite and latent social support even
in those articles that were not defined as “help-articles”.
In a third step three thread-sequences with 42 articles were proofed about this thesis. This
happened by a qualitative explicative content-analysis. It coul be found out that the
newsgroup gives support e.g. in form of advice and information, but also giving the
opportunity to get to know others, to cope with a stigma by exchanging with others about
questions of identity. To communicate in a newsgroup gives one also the ability to produce
himself in a way that is subjectively wished. To substitute missing social relations in “real
life” can also mean the danger of a moratorium of the stigma, because there are tendencies
identifiable that the participants even wall stronger against people in their social surrounding.
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