OPUS Siegen

Eingang zum Volltext in OPUS

Hinweis zum Urheberrecht

Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:hbz:467-6511
URL: http://dokumentix.ub.uni-siegen.de/opus/volltexte/2012/651/


Familienbezogene Prävention an der Schnittstelle zwischen Psychologie und Sozialpädagogik : Evaluation der Implementation des FaSt-Programms zur Familienstärkung

Family-based prevention at the gateway between psychology and social work : evaluation of the implementation of the FAST-program for family strengthening

Fuchs, Irene

pdf-Format:
Dokument 1.pdf (3.018 KB)

Bookmark bei Connotea Bookmark bei del.icio.us
SWD-Schlagwörter: Prävention , Psychologie , Evaluation , Implementation
Freie Schlagwörter (Deutsch): Familie , Verhaltensauffälligkeiten , niederschwellig , universelle Prävention , selektive Prävention
Freie Schlagwörter (Englisch): psychology , prevention , evaluation , implementation , family-based
Institut: (ohne Institutsbezeichnung)
Fakultät: Fakultät II: Bildung, Architektur, Künste
DDC-Sachgruppe: Psychologie
GHBS-Notation: HVQR = Psychotherapie allgemein (4 B: s. Anlage am Ende der Systematik Psychologie) s.a. Med VYK
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 11.07.2012
Erstellungsjahr: 2012
Publikationsdatum: 14.09.2012
Kurzfassung auf Deutsch: Prävention wird oft reklamiert, aber selten theoriebezogen evaluiert. 'FaSt' ('Families and Schools together') ist ein niederschwelliges, sowohl universell als auch selektiv auf Familien hin ausgerichtetes Präventionsprogramm, das der Entstehung bzw. Verfestigung kindlicher Verhaltensauffälligkeiten vorbeugt und in den USA erfolgreich evaluiert wurde. Das Programm arbeitet unter Bezug auf Theorien zum 'Sozialen Kapital' und zu 'multisystemisch-ökologischen Kontexten' mit einem multiprofessionellen Team auf der Basis des unmittelbaren Erfahrungslernens mit der ganzen Familie. 'FaSt' macht seine präventive Wirksamkeit bei familialen und entwicklungsbezogenen Risikolagen nicht nur am Kriterium der Reduzierung kindlicher Verhaltensprobleme fest, sondern auch an der Stärkung der familiären Schutzfaktoren wie z.B. sozialer Unterstützung und allgemeiner Selbstwirksamkeitserwartung. Die Datengrundlage bilden 55 Elternfragebögen und 65 Lehrerfragebögen mit Vorher-Nachher-Messungen der Zielmerkmale aus 14 Programmdurchgängen an deutschen Grundschulen. Für Familien mit hohen Problemwerten vor der Programmteilnahme zeigen sich in fast allen Bereichen Verbesserungen, während die Familien mit geringen Ausgangsproblemen unterschiedliche Veränderungen aufzeigen. Dabei werden bei geringem Dropout (11%) Familien erreicht, die sich durch Risikobedingungen wie geringe elterliche Bildung und mangelnde soziale Einbindung auszeichnen. Die Implementation des Programms im Sinne von Dissemination in die Praxis wurde durch umfangreiche Fragebögen erfasst. Deren Inhalte und die Beobachtungen zum Gelingen kontinuierlicher Evaluation "im Feld" zeigen die Notwendigkeit von Implementationsuntersuchungen auf und verweisen auf entsprechende Ansatzpunkte für deren Umsetzung.
Lizenz: Veröffentlichtungsvertrag