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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:hbz:467-12876
URL: http://dokumentix.ub.uni-siegen.de/opus/volltexte/2018/1287/


From directions to actions – IT support for individual mobility in everyday activities

Stein, Martin

pdf-Format:
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Freie Schlagwörter (Deutsch): Mobilität , Mitfahrgelegenheit , Routinen , Verkehrsmittelwahl , Ortsbasierte Dienste
Freie Schlagwörter (Englisch): Transport , Ridesharing , Routines , Location based services
CCS - Klassifikation: H.1.2 User
Institut: (ohne Institutsbezeichnung)
Fakultät: Fakultät III: Wirtschaftswissenschaften, Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsrecht
DDC-Sachgruppe: Management
GHBS-Notation: QGTU = Neue Medien. Multimedia
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Englisch
Tag der mündlichen Prüfung: 26.01.2018
Erstellungsjahr: 2017
Publikationsdatum: 09.03.2018
Kurzfassung auf Englisch: Being mobile is a crucial factor for taking part in society and living an autonomous live. Nevertheless, the demographic change, more sparse infrastructures and an tendency to move to more urban areas challenges people’s ability to maintain their personal everyday mobility options.
One group in society that is especially affected by these challenges are the elderly. While we do not claim that the elderly in general present a homogenous group, but instead represent a very heterogenous group with very different social backgrounds and individual experiences, they do have experienced various changes in their lives, such as retiring and changes in their financial situations as well as physical condition. These experiences made them reflect their current situations as well as anticipate future changes. Thus, working with older adults in order to understand how they decide on adapting to changes in their mobility is very promising.
This work, therefor, focusses on how the adoption of transportation opportunities for individual everyday mobility can be supported by using information and communication technologies (ICT). Based on empirical studies with older adults that were carried out in three consecutive Design Case Studies (DCS) in a larger living lab context, we present practice-based insights on how different means of transportation are seen from a user’s perspective.
The first DCS represents an empirical framing of this thesis. The findings of that DCS show that the supporting the appropriation of different modes is highly individual, needs contextual adaptations and needs to take into account, that different modes of transportation do not fit all situations encountered by people. Considering this, the second DCS shows exemplary how ridesharing concepts could be altered to make them more suitable for everyday contexts. Specifically, the flexibility that our participants value during their everyday mobility needs to be preserved when engaging in ridesharing. The third DCS presents derives the technological implications from the preceding DCSs and validate the technological feasibility of the proposed ICT-based concept for everyday ridesharing support. The findings highlight that a suitable support for everyday mobility should take into account far more than logistical factors, which play in important role but are highly influenced by routines and therefor presents only little opportunities to be changed. Instead, contextual information that can be derived from the activities that induce the transportation as well as personal meaningful historical information, such as informal naming, known landmarks or typical routes and routines provide opportunities to highlight the suitability of alternatives modes of transportation.
In addition, this work also presents a critical reflection of the methods used, especially looking at the role of users in defining the problem and the design space of ICT-based solutions.
Kurzfassung auf Deutsch: Mobilität ist ein entscheidender Faktor für die Teilhabe an der Gesellschaft und ein selbstbestimmtes Leben. Dennoch stellen der demografische Wandel, spärlichere Infrastrukturen und die Tendenz, sich in mehr städtische Gebiete zu verlagern, die Fähigkeit der Menschen, ihre persönlichen Mobilitätsoptionen im Alltag aufrechtzuerhalten, in Frage.
Eine Gruppe in der Gesellschaft, die von diesen Herausforderungen besonders betroffen ist, sind ältere Menschen. Auch wenn ältere Menschen im Allgemeinen keine homogene Gruppe darstellen, sondern eine sehr heterogene Gruppe mit sehr unterschiedlichen sozialen Hintergründen und individuellen Erfahrungen repräsentieren, haben sie doch verschiedene Veränderungen in ihrem Leben erfahren, wie beispielsweise die Pensionierung und Veränderungen in ihrer finanziellen Situation oder ihrer körperlichen Verfassung. Diese Erfahrungen haben sie dazu veranlasst, ihre gegenwärtige Situation zu reflektieren und zukünftige Veränderungen zu antizipieren. Daher ist die Arbeit mit älteren Erwachsenen vielversprechend, um zu verstehen, wie sie sich an Veränderungen in ihrer Mobilität anpassen.
Im Mittelpunkt dieser Arbeit steht daher die Frage, wie durch den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) die Nutzung von Transportmöglichkeiten für die individuelle Alltagsmobilität unterstützt werden kann. Basierend auf empirischen Studien mit älteren Erwachsenen, die in drei aufeinander folgenden Design Case Studies (DCS) in einem größeren Living-Lab-Kontext durchgeführt wurden, präsentieren wir praxisbezogene Erkenntnisse darüber, wie unterschiedliche Verkehrsmittel aus der Perspektive des Nutzers gesehen werden.
Die erste DCS stellt einen empirischen Rahmen dieser Arbeit dar. Die Ergebnisse dieses DCS zeigen, dass die Unterstützung der Aneignung verschiedener Verkehrsträger sehr individuell ist, kontextuelle Anpassungen erfordert und berücksichtigt werden muss, dass verschiedene Verkehrsmittel nicht für alle Situationen geeignet sind. Vor diesem Hintergrund zeigt die zweite DCS exemplarisch, wie Mitfahrkonzepte verändert werden können, um sie alltagstauglicher zu machen. Konkret gilt es, die persönliche Flexibilität während der täglichen Mobilität auch bei Mitfahrgelegenheiten zu erhalten. Die dritte DCS leitet die technologischen Implikationen aus den vorangegangenen DCS ab und validiert die technologische Machbarkeit des vorgeschlagenen IKT-basierten Konzepts für die Unterstützung alltäglicher Fahrgemeinschaften und Mitfahrgelegenheiten.
Die Ergebnisse zeigen, dass bei einer geeigneten Unterstützung der alltäglichen Mobilität weit mehr berücksichtigt werden sollte als logistische Faktoren, die zwar eine wichtige Rolle spielen, aber stark von Routinen beeinflusst werden und daher nur geringe Veränderungsmöglichkeiten bieten. Stattdessen bieten Kontextinformationen, die sich aus den transportinduzierenden Aktivitäten ableiten lassen, sowie persönlich relevante Verhaltensinformationen, wie informelle Benennungen öffentlicher Orte oder typische individuelle Routen und Routinen, Möglichkeiten die Eignung alternativer Verkehrsoptionen aufzuzeigen.
Darüber hinaus ist diese Arbeit auch eine kritische Reflexion der verwendeten Methoden, vor allem im Hinblick auf die Rolle der Nutzer bei der Definition des Problems und der Design-Raum von IKT-basierten Lösungen.
Lizenz: Veröffentlichtungsvertrag