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Wissenschaftlicher Artikel zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:hbz:467-11958
URL: http://dokumentix.ub.uni-siegen.de/opus/volltexte/2017/1195/


Die Prekarisierung der Gesellschaft : Anmerkungen zu einem neuen soziologischen Schlüsselkonzept

Meyer, Thomas

Originalveröffentlichung: (2016) Siegen:Sozial : Analysen, Berichte, Kontroversen (SI:SO) ; 21 (2016) 1. - ISSN 0949-5673, S. 4 - 11
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SWD-Schlagwörter: Prekariat , Arbeit , Soziologische Theorie , Soziale Ungleichheit
Freie Schlagwörter (Deutsch): Normalarbeit , prekäre Beschäftigung , Soziale Marktwirtschaft , Kapitalismus
Institut: (ohne Institutsbezeichnung)
DDC-Sachgruppe: Sozialwissenschaften, Soziologie, Anthropologie
GHBS-Notationen: ODB = Sozialer Status. Soziale Position. Soziale Rolle. Sozialprestige. Identifikation
ODC = Soziale Mobilität. Soziale Fluktuation. Auf- und Abstiegsbewegungen. Umschichtung
ODJ = Sozialstruktur allgemein: Soziale Differenzierung. Vertikale, horizontale Gliederung
Dokumentart: Wissenschaftlicher Artikel
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2016
Publikationsdatum: 30.11.2017
Kurzfassung auf Deutsch: Gesellschaftsdiagnosen gehören zu den zentralen Referenzfolien, in deren Rahmen sich bewusst oder auch unbewusst Theorie und Praxis der Sozialen Arbeit entfalten. In diesem Artikel soll das Gesellschaftsbild, welches der sozialwissenschaftlichen Prekarisierungsdebatte zugrunde liegt und sich vor allem Impulsen aus der französischen Soziologie verdankt, präsentiert werden. Es handelt sich um ein gerade auch für die Soziale Arbeit hochbelangvolles Reflexionsangebot, und dies gleich in doppelter Hinsicht. Zum einen verbirgt sich hinter dem Begriffsbündel Prekarisierung/Prekarität/Prekariat ein neues Paradigma der Soziologie, das zentrale Mechanismen der aktuellen Ungleichheitsproduktion bloßlegt. Zum anderen kann Prekarisierung in einem weitergefassten Verständnis als Begriff soziologischer Zeitdiagnostik bezeichnet werden, der die einschneidenden Wandlungsprozesse der Erwerbsarbeit im Anschluss an Pierre Bourdieu und Robert Castel als beunruhigende Prozesse sozialer „Entsicherung“ und Desintegration beschreibt, dessen Folgen die Soziale Arbeit und ihre Handlungsfelder empfindlich tangieren.
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