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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:hbz:467-5988
URL: http://dokumentix.ub.uni-siegen.de/opus/volltexte/2012/598/


Coordination and learning in global software development : articulation work in distributed cooperation of small companies

Koordination und Lernen bei Globaler Softwareentwicklung : Artikulationsarbeit in verteilten Kooperationen von kleinen Unternehmen

Boden, Alexander

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SWD-Schlagwörter: Klein- und Mittelbetrieb , Organisatorisches Lernen , Computer Supported Cooperative Work , Software Engineering
Freie Schlagwörter (Deutsch): Artikulationsarbeit , Nearshoring , Globale Softwaretechnik , Business Ethnography , Globale Softwareentwicklung
Freie Schlagwörter (Englisch): Articulation Work , Nearshoring , Global Software Engineering , Business Ethnography , Global Software Development
Institut: (ohne Institutsbezeichnung)
Fakultät: Fakultät III: Wirtschaftswissenschaften, Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsrecht
DDC-Sachgruppe: Management
GHBS-Notation: QGTC = Informationsmanagement
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Englisch
Tag der mündlichen Prüfung: 18.12.2011
Erstellungsjahr: 2011
Publikationsdatum: 16.01.2012
Kurzfassung auf Englisch: Software offshoring has been established as an important business strategy over the last decade. While research on such forms of Global Software Development (GSD) has mainly focused on the situation of large enterprises, small enterprises are increasingly engaging in offshoring, too. Representing the biggest share of the German software industry, small companies are known to be important innovators and market pioneers. They often regard their flexibility and customer-orientation as core competitive advantages. Unlike large corporations, their small size allows them to adopt software development approaches that are characterized by a high agility and flat hierarchies. At the same time, their distinct strategies make it unlikely that they can simply adopt management strategies that were developed for larger companies.
Flexible development approaches like the ones preferred by small corporations have proven to be problematic in the context of offshoring, as their strong dependency on constant communication is strongly affected by the various barriers of international cooperation between companies. Cooperating closely over companies’ borders in different time zones and in culturally diverse teams poses complex obstacles for flexible management approaches. It is still a matter of discussion in fields like Software Engineering and Computer Supported Cooperative Work how these obstacles can be tackled and how they affect companies in the long term. Hence, it is agreed that we need a more detailed understanding of distributed software development practices in order to come to feasible technological and organizational solutions.
This dissertation presents results from two ethnographically-informed case studies of software offshoring in small German enterprises. By adopting Anselm Strauss’ concept of articulation work, we want to deepen the understanding of managing distributed software development in flexible, customer-oriented organizations. In doing so, we show how practices of coordinating inter-organizational software development are closely related to aspects of organizational learning in small enterprises. By means of interviews with developers and project managers from both parties of the cooperation, we do not only take into account the multiple perspectives of the cooperation, but also include the socio-cultural background of international software development projects into our analysis.
Based on an analysis of the management practices we found in the field, we present theoretical as well as practical implications for the management of software offshoring in small companies. Furthermore, we contribute implications for the design of supportive technology, and discuss the methodological issues that we encountered while doing field research in the field of distributed software development.
Kurzfassung auf Deutsch: Das Offshoring von Teilen der Softwareentwicklung (Software-Offshoring) hat sich in der letzten Dekade als wichtige Geschäftsstrategie in der Wirtschaft etabliert. Während sich die Forschung zu solchen Formen Globaler Softwareentwicklung lange Zeit vor allem auf die Situation von Großunternehmen konzentriert hat, setzten auch kleine Unternehmen vermehrt auf Offshoringstrategien. Die deutsche Softwarebranche besteht zum größten Teil aus Kleinunternehmen, die als wichtige Innovatoren und Marktpioniere gelten. Diese Unternehmen sehen häufig Flexibilität und Kundenorientierung als wichtige Wettbewerbsfaktoren an. Ihre geringe Größe erlaubt ihnen im Gegensatz zu Großunternehmen einen sehr flexiblen Umgang mit Entwicklungsmethoden, die sich häufig durch hohe Agilität und flache Hierarchien auszeichnen. Dabei erschweren solche Geschäftsmodelle den Einsatz von Entwicklungsmodellen, die für größere Unternehmen entwickelt wurden.
Flexible Entwicklungsmodelle haben sich im Kontext von Offshoring als problematisch erwiesen, da sie auf ständiger Kommunikation basieren und daher von den Barrieren internationaler Kooperationen stark betroffen sind. Enge Kooperation über die Grenzen von Firmen und Zeitzonen hinweg und in kulturell diversen Arbeitsgruppen führt zu komplexen Herausforderungen für flexible Managementansätze. Dabei ist in Forschungsbereichen wie der Softwaretechnik oder der Computer-unterstützten Gruppenarbeit umstritten, wie diese Herausforderungen gelöst werden können und wie sie Firmen unter einer längerfristigen Perspektive beeinflussen. Für die Klärung dieser Fragen und die Entwicklung praxistauglicher technischer und organisatorischer Lösungen ist ein detailliertes Verständnis von verteilten Arbeitspraktiken erforderlich.
Diese Dissertation präsentiert Forschungsergebnisse von zwei ethnografisch-informierten Fallstudien von Software-Offshoring in kleinen Unternehmen. Auf der Grundlage des Konzepts der Artikulationsarbeit von Anselm Strauss soll durch die Fallstudien ein besseres Verständnis des Managements von verteilten Softwareentwicklungsprojekten in flexiblen, kundenorientierten Unternehmen erreicht werden. Dabei wird gezeigt, dass organisationsübergreifende Koordinationspraktiken bei der Softwareentwicklung in kleinen Unternehmen eng verbunden sind mit Aspekten des organisatorischen Lernens. Durch Interviews mit Entwicklern und Projektleitern von beiden Seiten der untersuchten Offshoringkooperationen werden dabei nicht nur die verschiedenen Perspektiven solcher Kooperationsformen herausgearbeitet, sondern auch der sozio-kulturelle Hintergrund international verteilter Softwareentwicklungsprojekte berücksichtigt.
Auf der Grundlage der Analyse der Managementpraktiken aus den untersuchten Unternehmen werden im Rahmen der Dissertation theoretische und praktische Implikationen für das Management von Software-Offshoring in kleinen Unternehmen erarbeitet. Zudem werden Implikationen für das Design unterstützender Werkzeuge entwickelt und die methodischen Herausforderungen ethnografisch orientierter Fallstudien im Bereich Globaler Softwareentwicklung reflektiert.
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