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OPUS Siegen

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Hinweis zum Urheberrecht

Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:hbz:467-2869
URL: http://dokumentix.ub.uni-siegen.de/opus/volltexte/2007/286/


Die literarische Verteidigung des kleinen Glücks am Beispiel der Autorin Adrienne Thomas

The defence of the little luck by the example of the author Adrienne Thomas

Biener, Rebecca

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Das kleine Glück , Unterhaltungsliteratur , Kanon , Romanästhetik , Frauenbild
Freie Schlagwörter (Englisch): The little luck , popular literature , canon , narration , images of women
Institut: (Ohne Institutsbezeichnung)
Fakultät: Fachbereich 3, Sprach-, Literatur- und Medienwissenschaften
DDC-Sachgruppe: Deutsche Literatur
GHBS-Notation: CQWT = Sonstige Autoren und Zeugnisse (4 B)
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Prof. Knobloch
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 29.11.2005
Erstellungsjahr: 2005
Publikationsdatum: 25.09.2007
Kurzfassung auf Deutsch: Adrienne Thomas und ihr literarisches Schaffen stehen in Zusammenhang mit ihrer Biographie und sozialhistorischen Bedingungen. Als Lothringerin und Jüdin erlebt Adrienne Thomas beide Weltkriege, verschiedene politische Systeme, das Exil und die Zeit der Restauration. Hier möchte diese Arbeit anknüpfen. Ausgangspunkt ist, dass sich in dem Werk der Autorin neben der aktuellen inhaltlichen Thematik auch Spuren einer innovativ veränderten Narrativik nachweisen lassen. Im Allgemeinen finden sich in dem Werk der Autorin eine traditionelle Figurengestaltung und eine klassische Handlungsstruktur, die in der früheren Rezeption den geringeren literarischen Anspruch und eine grundsätzliche Zuordnung zur Unterhaltungs- und Trivialliteratur begründen. Doch auch Literatur geringeren Anspruchs kann sich romanästhetischen Umbrüchen nicht entziehen. Ziel dieser Arbeit ist es, paradigmatisch in Adrienne Thomas’ Werk jene thematischen und formalen Nischen auszuloten, in denen sich innovative Leistungen ästhetischer Qualität bemerkbar machen. Die poetologische Analyse orientiert sich streng am Text, es werden jedoch Bezüge zu biographischen, sozialhistorischen, kulturellen und literarischen Bedingungen hergestellt. Es werden Wendepunkte markiert für die Zeiten vor, während und nach dem Exil.
Indiz für den innovativen Umgang mit progressiven Inhalten ist das Frauenbild, wobei weibliche Wirklichkeitserfahrung und weibliche Handlungsräume untersucht werden. Die Gestaltung der Protagonisten, des Erzählers, der Handlungsstruktur, der Zeit- und Raumstrukturen und des Sprachgestus werden als formale Analysekategorien überprüft. Von Bedeutung werden zeitgenössische Philosophen und Literaturtheoretiker sein, deren ideelle und romanästhetische Prinzipien als richtungweisend angesehen werden, die aber nur bedingt angewandt werden können. Zu ihnen gehören Georg Lukács und Michail Bachtin, während für die Zeit im Nachkriegsösterreich Richard Bamberger von Interesse sein wird. Im Zentrum steht das „kleine Glück“, das in Verbindung mit der Rezeption als Indiz für Trivialität gesehen wird. Dieses wird aktuellen literarischen Inhalten und modernen formalen Ansprüchen gegenübergestellt. Da das Werk der Autorin der nicht-kanonisierten Literatur zugeordnet wird, werden die Rezensionen der Romane in Abhängigkeit von der selektiven Wahrnehmung und den divergierenden Bewertungsmaßstäben zu sehen sein. Um die Analyse abzurunden, ist ein Vergleich mit Romanen ähnlichen Inhalts und Komposition sinnvoll, um den Grad der innovativen Leistung der Autorin würdigen zu können.
Die Diskussion über die Trivialliteratur ist mit den achtziger Jahren abgeschlossen und soll nicht wieder aufgenommen werden. Der Bezug auf die Trivialliteratur berücksichtigt die zeitgenössische Rezeption. Es soll die brüchige Grenzlinie zwischen U- und E-Literatur bestätigt und der Ansatz einer vom Literatursystem abhängigen und dogmatisch vertretenden „Norm“ in der Beurteilung von nicht-kanonisierter Unterhaltungsliteratur besiegelt werden.
Kurzfassung auf Englisch: Adrienne Thomas and her literary work is connected to her biography and the social and historical background. As Lorraine and Jewish she experiences the two world wars, different political systems, exile and restauration. At this point this paper wants to continue. Besides actual subjects there might be marks of narrative innovation. In generell in the work of the author can be found traditional figures and classical structures, which causes the classification to the popular literature. But even the popular literature can’t withdraw from literary aesthetical innovations.The aim of this paper is, to find in a paradigmatical way in the work of Adrienne Thomas such kinds of innovativ traces in subjects and form. This poetical analysis drawn straight to the text, but it will connected to the biography and the social, historical, cultural and literary contexts, too. Important are also the special turning-points before, in or after exile.
To deal with modern subjects in an innovative way there are the imaginations of women, female experience and way of acting evident. The protagonist, the narrator, the structur, time, place and language are examined as formal aspects. The works of contemporary philosophers or man of letters like Georg Lucács or Michail Bachtin or Richard Bamberger are important to show actual discussions about modern writing
In the centre of all there is the so-called “little luck”, which is in the reception the evidence for popular literature. It is contrasted to actual contents and modern formular aspects. The work of Adrienne Thomas is attached to non-canon literature, so the reviews of her romances have to be seen in connection with a selective perception and different measures of rating. Important for the analysis is the comparison with other romances of similar contents and composition, too, to appreciate the innovative performance of the romances of Adrienne Thomas.
The discussion of popular literature is ended in the eigthies and it isn’t started again. The popular literatur is alway seen in connection with the reception. It is important to show once more the fragile border between the serious and the popular literature because of the so-called “norm”, which is produced by the literature system and contrasted to other kinds of literatures.
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