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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:hbz:467-1481
URL: http://dokumentix.ub.uni-siegen.de/opus/volltexte/2006/148/


Bewitterung von Kalk- und Zementmörteln mit CO 2, SO 2 und NO x

Exner, Karsten

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Zement , Mörtel , Bewitterung
Institut: (Ohne Institutsbezeichnung)
Fakultät: Fachbereich 8, Chemie - Biologie
DDC-Sachgruppe: Chemie
GHBS-Notation: XBE = Allgemeine Baustoffkunde
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 13.11.2000
Erstellungsjahr: 2000
Publikationsdatum: 25.10.2006
Kurzfassung auf Deutsch: Bewitterung von Kalk- und Zementmörteln mit CO2, SO2 und NOx



In den vergangenen Jahren ist der schädigende Einfluß von antropogenen Schadgasen - wie CO2, SO2 und NOx - auf Baustoffe wie Kalk- und Zementmörtel immer offensichtlicher geworden. Viele Untersuchungen dazu wurden jedoch nur mit einer Schadgaskomponente vorgenommen.

Im Rahmen eines umfangreichen DFG-Forschungsvorhabens wurde zunächst eine Apparatur entwickelt und aufgebaut, mit der Proben gleichzeitig mit allen drei Schadgasen in unterschiedlichen Konzentrationen künstlich bewittert werden konnten.

Insgesamt wurden 9 verschiedene Bindemittel (drei Portlandzemente, drei hüttensandhaltige Zemente und drei Kalke) über einen Zeitraum von bis zu 2 Jahren bewittert. Die Schadgaskonzentrationen lagen dabei bei dem 30- und 100-fachen einer stark belasteten Industrieatmosphäre. Außerdem wurden Proben in unbelasteter Laborluft gelagert. Um den Einfluß von Regen zu simulieren, wurde ein Teil der Proben in regelmäßigen Abständen für ca. 30 Minuten unter Wasser gelagert.

Nach 90, 180, 360 und 720 Tagen Bewitterung wurden an den Proben zahlreiche
technologische (Festigkeiten, dyn. E-Moduli, Quecksilberdruckporomesitrie, Wasseraufnahme) und chemisch-analytische (Bestimmung von Anionen- und Kationengehalten in verschiedenen Schichttiefen) Untersuchungen durchgeführt. Die Ergebnisse der Untersuchungen zeigen, daß einzig das CO2 in der Lage ist, tief in den Mörtel einzudringen. Das SO2 bildet lediglich in der oberflächennahen Zone bis ca. 1 – 2 mm Sulfate, überwiegend Gips. Die hohe Reaktivität verhindert ein tieferes Eindringen. In Verbindung mit Wasser
(Schlagregen) führt eine SO2-Belastung höchstens zu einem oberflächlichen Abtrag des Mörtels. Die Stickoxide sind für die Mörtel unbedeutend. Ihre Reaktionsprodukte, die Nitrite und Nirtate, sind nur in sehr geringer Konzentration enthalten und führen zu keinerlei Schädigungen.
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